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 Zwei ausgeglichene Drittel reichten nicht


Claudio Zurkirchen (rechts) war für den zweiten Treffer verantwortlich. Bild Lukas von Euw


Der EHC Seewen verlor auswärts in Hutttwil mit 4:2. Der Schluss-Effort kam zu spät.


(von Erhard Gick)
Nach 46 Spielminuten stand es am Samstagabend in Huttwil 4:1 für den Gastgeber. Eine nicht gerade optimale Ausganglage, um das Spiel noch wenden zu können. Zwar unternahm Seewen im Schlussdrittel alles, um den Anschluss noch zu schaffen oder eben die Wende zu schaffen, der Schluss-Effort kam aber zu spät. In der 56. Minute schaffte Claudio Zurkirchen, nach einem Zuspiel von Simon Schnüriger über Yannic Noll noch das 4:2. Dabei blieb es aber. Cheftrainer Albert Malgin setzte in der 59. Minute alles auf eine Karte, nahm Hüter Liechti für einen sechsten Feldspieler aus dem Spiel, ein Treffer Blieb Seewen aber vergönnt.
Bei Seewen machte sich bemerkbar, dass gegen Ende der Saison dem Team die Verteidiger ausgehen. Mit nur gerade drei Verteidigerpaaren war die Besetzung minimal. Seewen holte gar seinen früheren Defensivspieler Raphael Brücker ins Team zurück. Der Defensive die Schuld der Niederlage zuzuweisen, wäre aber zu vermessen.

In zwei Dritteln zu wenig Effizienz
Huttwil holte gegen Seewen in diesem Abstiegskampf das Optimum heraus. Das 1:0 durch Blaser war auf einen taktischen Fehler von Seewen zurückzuführen. Die Gäste hatten einen Spieler zu viel auf dem Eis. Das Überzahlspiel entschieden die Gastgeber mit dem Führungstreffer für sich. Eine grosse Reaktion vermisste man bei den Schwyzern. Vielmehr konnten die Oberaargauer ihren Vorsprung zur ersten Pause noch ausbauen. Steiner erzielte kurz vor dem Pausentee das 2:0.
Wesentlich frischer kam Seewen ins zweite Drittel zurück. Der Anschlusstreffer durch Robin Büeler, auf Pass von Claudio Zurkirchen in der 25. Spielminute, liess wieder Hoffnungen aufkommen. Allerdings kassierten die Schwyzer wieder einen Gegentreffer kurz vor dem zweiten Pausentee durch Steiner. Als Trüssel in der 46. Minute auch noch das 4:1 erzielte, war so etwas wie die Vorentscheidung bereits gefallen. Da half auch der bereits erwähnte zweite Seewen-Treffer durch Claudio Zurkirchen nichts mehr oder der durch den sechsten Feldspieler verstärkte Auftritt von Seewen.
Seewen behält trotz Niederlage die Tabellenspitze inne, weil der Tabellenletzte Düdingen Thun mit einem 5:0 abfertigte. Seewen hat sich den Ligaerhalt wie Thun und Huttwil bereits gesichert. Düdingen steht als Absteiger fest.  


 
Hockey Huttwil - EHC Seewen 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)
Eishalle Campus, Huttwil. 328 Zuschauer. SR: Jordi, Meusy/Wermeille. - Tore: 9. Blaser (Seematter/Team Strafe Seewen) 1:0. 19. Steiner (Lerch) 2:0. 25. R. Büeler (Zurkirchen) 2:1. 39. Nägeli (Steiner, Hain) 3:1. 46. Trüssel (Messerli, Hain) 4:1. 56. Zurkirchen (Noll, Schnüriger / Ausschluss Hain) 4:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Hockey Huttwil; 5mal 2 Minuten gegen EHC Seewen. - Hockey Huttwil: Baud; Seematter, Mosimann; Schütz, Felder; Matter, Farner; Lerch, Nägeli, Steiner; Ruch, Blaser, Meyer; Gurtner, Hain, Born; Messerli, Lanz, Trüssel. - EHC Seewen: Liechti; Schnüriger, Scheiber; R. Büeler, T. Büeler; R. Schnüriger, Brücker; Christen, Noll, Zurkirchen; Fries, Arnold, Diezi; Steiner, Schön, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy. - Bemerkungen: 58:25 Seewen ohne Liechti. Seewen mit Raphael Brücker.