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 Verschlafener Start führte ins Verderben


Mit dieser knappen Niederlage muss Seewen die Playoff-Träume wohl vergessen.

(von Pepi Kälin)
Die Hoffnung, auf die beiden Verteidiger Simeon Kutil und Maurus Michel bereits wieder zählen zu können, erfüllte sich nicht. So musste nochmals Nico Graf aushelfen. Auch Tim Büeler konnte in dieser Partie wieder mal auflaufen und weil Stefan Schön in die Verteidigung zurückgenommen wurde, konnte der EHC Seewen so doch mit vier Defensiv-Päärchen spielen. Dies im Gegensatz zum Gegner Bülach, der nur mit drei Verteidiger-Linien antreten konnte. Unerklärlich war dann, dass der EHCS-Plan für dieses Spiel nicht umgesetzt werden konnte. Die Startphase, ganz ähnlich wie zuletzt gegen Dübendorf, wurde vollkommen verschlafen. Die Bülacher auf der anderen Seite zogen ihre Lehren aus den beiden Niederlagen gegen Chur, kämpften bis zum Umfallen und legten einen Blitzstart hin. Bis zum Führungstreffer brauchten sie gerade mal 46 Sekunden und in einem psychologisch wichtigen Moment bauten sie die Führung 29 Sekunden vor Drittelsende aus. Im Mitteldrittel zeigte der EHC Seewen Charakter und spielte nunmehr einiges besser. Der Powerplay-Treffer zu Beginn von Claudio Zurkirchen gab Auftrieb und anfangs des Schlussdrittels konnte die Partie auch resultatmässig ausgeglichen werden. Dumm nur, dass die gute Defensivleistung, angefangen beim starken Goalie Bryan Rüegger, nicht belohnt und die Ineffizienz im Abschluss bestraft wurde.

Aufholjagd umsonst
So endete der "Torreigen" dieser Partie wie er angefangen hatte, nämlich mit einem unglücklichen Gegentor von Robin Ganz. Lukas Scheiber gleitet im dümmsten Moment aus und kann im Umfallen nur noch unkontrolliert die Scheibe wegspielen, genau auf den Stock des Bülacher Captains, der unaufgeregt und überlegt einnetzt. Zeit und Chancen für einen neuerlichen Ausgleich wären ja noch genügend vorhanden gewesen. Auch am Schluss bei knapp zweiminütiger 6zu4-Überzahl schaute nichts mehr heraus. So blieb es in diesem ausgeglichenen Spiel beim glücklichen Sieg von Bülach. Captain Simon Schnüriger meinte am Schluss «wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen in den letzten beiden Heimspielen alles in die Waagschale werfen und dann schauen was rausschaut». Wenn's doch noch die Playoffs sind, umso besser, wenn nicht, sind diese allfällig ergatterten Punkte umso wertvoller.


EHC Bülach - EHC Seewen 3:2 (2:0, 0:1, 1:1)

Sportzentrum Hirslen, Bülach. 301 Zuschauer. - SR: Paroz, Iseli/Remund.
Tore: 1. Ganz (Andersen) 1:0; 20. Steiner (Walder, Alena / Ausschluss Koller) 2:0; 22. Zurkirchen (Noll, Schnüriger / Ausschluss Ottiger) 2:1; 42. Portmann (Koller, Steiner); 2:2; 44. Ganz 3:2.
Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Bülach; 4 mal 2 und 1 mal 10 Minuten gegen Seewen.
EHC Bülach: Locher; Molina, Jonski; Bucher, Alena M., Steinauer, Thomet; Hartmann, Ottiger, Walder; Andersen, Figi, Ganz; Halberstadt, Steiner, Alena N.; Kägi, Barts, Devaja.
EHC Seewen: Rüegger; Schnüriger, Liechti; Büeler R., Scheiber; Auriemma, Graf; Büeler T., Schön; Fries, Noll, Zurkirchen; Diezi, Arnold, Wellinger, Steiner, Potmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
Bemerkungen: Seewen ab 57:34 ohne Torhüter mit sechstem Feldspieler.